als Frühlingswanderung geplant, dann aber bei ungewöhnlich hohen Temperaturen am 24. Mai mit den Wanderfreunden aus Oberwolfach nachgeholt: die Kooperationswanderung startete wetterbedingt etwas früher als ursprünglich vorgesehen am Parkplatz des Obstlehrpfades in Niederlehen, Oberkirch. Mit strammen Schritten marschierten die 25 Wanderer zunächst zum Gaisbacher Schloss, um im Schatten der mächtigen Fichte am Tor des Schlossgartens etwas über den „Silbernen Stern“ des Herrn Johann Jakob von Grimmelshausen und den Schlossherren derer von „Schauenburg“ zu erfahren. Natürlich wurde das Kernthema des „Simpliccimus“ am Beispiel der „Magdeburger Bluthochzeit“ an der u.a. auch Hannibal von Schauenburg beteiligt war, aufgegriffen. Noch ein kurzer Stopp an der Sankt Georgskapelle und dann den steilen Anstieg durch den Weinberg hinauf zur Schauenburg. Ein erster Blick über die Rheinebene zum Straßburger Münster konnte nur kurz sein, da wir vor der Mittagshitze die Burg erreichen wollten. Die Burg empfing uns durchaus einladend und wir konnten eine ausgiebige Vesper mit Panoramablick genießen und den Klängen der zeitgemäßen Schäferpfeife lauschen. Es folgte „Historie „2.Teil“ mit entsprechender zeitgeschichtlicher Einordung der Geschehnisse in und um die Schauenburg und der wechselvollen Geschichte Oberkichs in Kurzfassung. Nur wenige „Hartgesottene“ stürmten die Burg vollends, die meisten nutzten lieber den „Burgfrieden der Ganerbenburg im Schatten der prächtigen Linde. Durch noch mai-frischen Mischwald, führte der Weg am Kapuzinerbrunnen vorbei zur Fellhauerhütte. Diese fanden wir allerdings schon überwiegend von unseren Nachbarn aus dem Elsass belegt vor. Ob diese wohl auch wußten, daß wir „anno dunnemals“ mit hoher Wahrscheinlichkeit die Untertanen der gleichen Landesherren gewesen sind? Auch Sie durften den ungewohnten Klängen lauschen, da der Renchener Wanderführer den Dudelsack nochmals drückte. Mit „Fleet from Flotta“ kamen die Beinen wieder in Bewegung und wir setzten unseren Weg zum Ringelbacher Kreuz fort. Die leichte Steigung bis dorthin fiel bei einem angenehm kühlenden Wind nicht weiter ins Gewicht, und so erreichten wir die „Einkehr“ bereits gegen 14.30h. Da wir so zügig vorangekommen waren, konnten wir uns auch dort noch eine Erfrischung mit anregenden Gesprächen erlauben. Die ein oder andere Urlaubserfahrung wurde erzählt und zahlreiche Wandertipps wollten ausgetauscht sein. Wer tatsächlich in dieser Hinsicht noch ideenlos sein sollte, darf sich gerne bei den Wanderexperten des Oberwolfacher oder Renchener Schwarzwaldvereins melden. as nächste und letzte Etappenziel, die Fatima Kapelle, war schnell erreicht. Noch einmal den Blick über das vordere Renchtal genießen, und dann „ab durch den Weinberg“ hinab zum Ausgangpunkt. Ein schöner Wandertag will mit einem geselligen Schoppen beschlossen sein. Diesen bekamen wir in der Weinstub Meiers in Renchen-Ulm. Die Wanderführer dieser Gemeinschaftstour Albert Schrempp (Oberwolfach) und Wolfgang Horny (Renchen) waren sich einig, im nächsten Jahr erfolgt der Gegenbesuch in Oberwolfach!