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Zum 950-jährigen Dorfbestehen entstand der Ulmer Panoramaweg. Am Sonntag konnte er erstmals unter fachkundiger Führung erwandert werden.

Der 12 Kilometer lange „Ulmer Panoramaweg“ ist eine Kombination aus schmalen Pfaden und Forstabtriebswegen, der für die Wanderer interessante Aspekte der Wälder der Vorbergzone bereithält. Am Sonntag konnte man den Weg unter Führung von Stefan Baudendistel erwandern. Ortsvorsteher Roland Boldt hieß die Wanderfreunde mit ihren Familien willkommen. Sein Dank galt Martin Huber, Stefan Baudendistel, Dieter Schindler und Lutz Karger, die den Weg ausgearbeitet haben. In den Dank eingeschlossen wurden Herbert Graf für das Logo, Revierförster Clemens Rotter und der Schwarzwaldverein Renchen, der die Pflege übernimmt.

Baudendistel erinnerte an die Männerwanderung, die jährlich von Martin Huber ausgearbeitet wird. Bei einer davon wurde die Idee eines „Panoramawegs“ von Ortsvorsteher Boldt geboren und begeistert aufgegriffen. Es wurden verschiedene Varianten erwandert und die erste Idee in die Praxis umgesetzt. 

„Von Beginn an war uns sehr daran gelegen, dass durch die Ausweisung eines neuen Wanderweges keine weitere Beunruhigung in unseren Wäldern für das heimische Wild entsteht und trotzdem die Erholfunktion des Waldes genutzt werden kann“, betonte er. Natürlich sei der Weg in seiner jetzigen Führung nicht in Stein gemeißelt, so werde versucht, den Kutzenstein von der hinteren Seite aus mit einem rund 150 Meter langen Serpentinenpfad zu erreichen. Geplant sei auch, an einigen Stellen Lerntafeln zu alten Habitat-Bäumen und ergänzende Ruhebänke aufzustellen. Der Kostenrahmen von 2000 Euro für den Wegeausbau wurde eingehalten.

Baudendistel berichtete am Bildstöckelplatz über die verschiedenen Wegformen, die in die Strecke einbezogen wurden. Über den Katzenkopf ging es zum Vogesenblick, wo die herrliche Aussicht genossen wurde. Durch den Renchener Rebberg und den Ulmhardt führte der Weg Richtung Kreuztanne. Unterwegs ging Baudendistel auf den alten Douglasienbestand aus den 1860er Jahren ein. 

Über die Schert und die Langhalte wurde das Schnapsbrünnele erreicht, wo Martin Huber das neue Wanderkonzept samt Wanderbuch des Schwarzwaldvereins vorstellte. Weitere Stationen waren Waldköpfelhütte, der Sommelbuckel und die Kusseiche mit ihrer herrlichen Weitsicht. Über den Waldlehrpfad ging es nach gut vier Stunden zurück zum Kaierspielplatz.

(Quelle: Baden-Online / Acher-Rench Zeitung, 14.10.20: https://www.bo.de/lokales/achern-oberkirch/ulmer-panoramaweg-bietet-wanderfreunden-besonderes-erlebnis# )